Pressemitteilung - Jenseits der Form von Johann Stockner
Die Galleria Vittoria prasentiert am Mittwoch 8. Mai 2024 um 18:00 Uhr "Oltre la Forma" (Jenseits der Form) von Johann Stockner, kuratiert von Daniela Accorsi mit einführendem Text von Tiziana Todi. Die Ausstellung ist in der Via Margutta 103, Rom bis zum 22. Mai 2024 zu besichtigen.
Der Kunstler, 1944 in Klausen, im Weiler Velturno, in der Nahe von Brixen, in der Autonomen Provinz Sudtirol/Alto Adige geboren, hat sein Leben lang die Welt der Kunst erkundet. Autodidakt und als "aktiver Kunstfreund" beschrieben, begann Johann Stockners kunstlerischer Werdegang schon in jungen Jahren.
Ein bedeutsamer Moment ereignete sich, als er als Kind auf ein Buch chinesischer Kalligraphie stieß: Diese zufallige Begegnung entfachte ein tiefes Interesse fur Schrift und Symbolik und legte den Grundstein fur seine spatere Leidenschaft fur die Kunst.
"Ich bin bewegt bei dem Gedanken, meine Kunst in die wunderbare Stadt Rom zu bringen", erklarte Stockner. "Es ist mir eine Ehre, meine kunstlerische Vision mit dem romischen Publikum zu teilen. Meine Werke tragen einen Teil meiner Seele und meiner Verbindung mit der Natur. Sie sind ein Spiegelbild meiner Erfahrungen und Emotionen."
Stockners Werke sind von Emotionen und Verbindungen mit der Natur durchdrungen. Unter Verwendung einer breiten Palette an Materialien, darunter Erde, Sand, Kieselsteine und Recyclingmaterialien, schafft der Kunstler Werke, die seine tiefe Verbindung mit der Umgebung widerspiegeln. Jedes Werk entsteht als intimer Dialog zwischen Kunstler und Material, als Erkundung der unendlichen Moglichkeiten der Natur.
Die Ausstellung "Jenseits der Form" entstand durch die Synergie zwischen der Galleria Vittoria und der Galleria Accorsi und zeigt rund zwanzig Werke des Kunstlers, die dem Publikum die Moglichkeit bieten, in Stockners suggestive und bedeutungsvolle Welt einzutauchen.
Reflexionen von Johann Stockner: meine Ausstellung in Rom
Die Entscheidung fur meine Ausstellung in der Galleria Vittoria in Rom, unter der Agide meines kunstlerischen Kurators, der Galleria Accorsi in Turin, hat eine spezifische emotionale Motivation: Ich mochte meinen achtzigsten Geburtstag feiern, indem ich in der Via Margutta ausstelle, einem Ort in Rom, der bei Kunstlern aus aller Welt beruhmt und sehr beliebt ist.
Seit meiner Kindheit bin ich in die Kunst verliebt und bezeichne mich als "Kunstfreund". Von ihr habe ich auch Anregungen fur meine jahrelange Arbeit mit ehemaligen Strafgefangenen in einem Schutzhaus in Bozen und als Kunsttherapeut in einer osterreichischen Strafvollzugsanstalt bezogen. Der Kunstler setzt sich in seinem kreativen Ausdruck mit dem eigenen Ich auseinander und wirkt moglichen Formen von Aggression entgegen.
Kunstler, Philosophen und Mediziner haben stets die wohltatige Wirkung der Kunst gelobt: Picasso selbst erklarte, dass die Kunst den Staub des heutigen Lebens aus der Seele verschwinden lasst, wahrend C.G. Jung betonte, dass die Kunst Geheimnisse enthullen kann, die vom Intellekt vergeblich erforscht werden, und Basaglia nutzte ihre therapeutische Wirkung fur seine psychiatrischen Patienten. Das Land, in dem ich lebe, Alto Adige/Sudtirol, liefert mir das Material fur meine Werke, in denen Erde, Sand, Kieselsteine und Baumrinde vorhanden sind. Mit großem Respekt beobachte ich die Natur meines Landes in all ihren Facetten und beziehe daraus kontinuierliche Anregungen fur meine Schopfungen.
Am Ende jedes Gemaldes reflektiere ich lange uber das Werk, wobei ich Freuds Gedanken im Hinterkopf behalte, der der Vereinigung von "Unbewusstem-Bewusstem" große Bedeutung beimaß. Ich versuche, das Werk zu entschlusseln, indem ich mich nicht nur auf das Sichtbare konzentriere, sondern auf das, was das Bild ohne die Hilfe von Worten ausdrucken mochte.
Kritischer Text von Tiziana Todi
Johann Stockner erweist sich als ein Kunstler, der seine Vision durch informelle Kunst ausdruckt und das Konzept der Schonheit durch den meisterhaften Einsatz von Rohmaterialien und eine kuhne Erkundung von Symbolen und abstrakten Formen erhebt. Sein Werk transzendiert den bloßen Akt der Naturdarstellung und wird zu einem Ausdruck tiefer Verbundenheit mit der Umgebung und einer Reflexion uber die Komplexitat der menschlichen Existenz.
Die zufallige Begegnung mit der chinesischen Kalligraphie markierte einen Wendepunkt in Stockners kreativem Werdegang, der ihn in eine Welt von Symbolen und Strichen einfuhrte, die seine Phantasie stimulierten und den innaten Wunsch weckten, neue kunstlerische Grenzen zu erkunden. Durch einen spontanen und intuitiven Prozess verwandelt er Rohmaterialien in Werke, die die Grenzen der Wahrnehmung erkunden und traditionelle kunstlerische Konventionen herausfordern.
In seinem Atelier findet Stockner Inspiration in der Natur selbst, die zu einer unerschopflichen Quelle von Materialien und Anregungen wird. Erde, Steine und Baumrinde werden meisterhaft manipuliert und geformt, wodurch ihre rohe Essenz in Kunstwerke umgewandelt wird, die ein Gefuhl von Authentizitat und Vitalitat ausstrahlen.
Seine Technik ist nicht das Ergebnis des Zufalls, sondern tiefer Reflexion uber die Beziehung zwischen dem Kunstler und seinem Ausdrucksmittel. Jeder Strich, jede Form tragt eine implizite Bedeutung, eine Evokation von Emotionen und abstrakten Konzepten, die den Betrachter herausfordern, die Tiefen der menschlichen Seele zu erkunden.
Informationen
Galleria Vittoria, Via Margutta 103, Rom. Eroffnung: Mittwoch, 8. Mai 2024 um 18:00 Uhr. Ausstellung bis 22. Mai 2024.
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